Armut betrifft mehr Menschen, als man denkt

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Gemeinsam ins Gespräch kommen




Armut ist nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen. Sie kann bedeuten, dass am Monatsende das Geld nicht mehr reicht, dass der nächste Einkauf zur Herausforderung wird oder dass die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben aus finanziellen Gründen immer schwieriger wird. Armut kann aber auch Menschen treffen, die ihr Leben bislang gut im Griff hatten – etwa durch Arbeitslosigkeit, steigende Lebenshaltungskosten, Krankheit, Trennung oder andere einschneidende Veränderungen.

Und häufig betrifft Armut nicht nur diejenigen, die unmittelbar mit finanziellen Schwierigkeiten leben. Auch Angehörige, Freunde oder Menschen aus dem persönlichen Umfeld erleben die Belastungen mit. Nicht selten kommen dabei Fragen auf, auf die es keine einfachen Antworten gibt: Wie kann ich helfen, ohne zu bevormunden? Wo gibt es Unterstützung? Wie gehe ich mit Scham oder Rückzug um? Und was kann jeder Einzelne tun, wenn das eigene Geld kaum noch für das Notwendigste reicht?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich ein Workshop, zu dem die Kreisvolkshochschule Altenkirchen am Samstag, den 10. Oktober von 10:00 bis 16:00 Uhr einlädt. Geleitet wird die Veranstaltung von Alexander Wicker, Vorsitzender des Büdinger Kreises e.V. und Entwickler des Formats „Demokratiewerkstätten“ das die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern an demokratischer Willensbildung und Mitwirkung fördert. Inhaltlich knüpft der Workshop an den Vortrag von Professor Christoph Butterwegge vom 24. September und der anschließenden Podiumsdiskussion an. Die dort angesprochenen gesellschaftlichen Zusammenhänge sollen im Workshop aufgegriffen und noch stärker auf die Lebenswirklichkeit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer bezogen werden.

Es geht also nicht nur darum, über Armut zu sprechen, sondern auch darum, Erfahrungen auszutauschen, Fragen zu stellen und gemeinsam nach Handlungsmöglichkeiten zu suchen. Der Workshop richtet sich ausdrücklich sowohl an Menschen, die selbst von Armut oder finanziellen Schwierigkeiten betroffen sind, als auch an Freunde, Angehörige und andere Personen, die einen Menschen in einer solchen Situation begleiten.

Die Veranstaltung bietet damit Raum für Austausch ohne Vorurteile (oder auch zu Vorurteilen?!) und ohne den Anspruch, für jede schwierige Lebenssituation eine einfache Lösung zu finden. Im Mittelpunkt stehen die Erfahrungen und Fragen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer und die gemeinsame Suche nach Möglichkeiten, mit schwierigen Situationen umzugehen.

Die Teilnahme am Workshop ist kostenlos. Veranstaltungsort ist die Kreisvolkshochschule in Altenkirchen. Eine vorherige Anmeldung wird erbeten.

Wer selbst betroffen ist oder einen Menschen in seinem Umfeld begleitet und sich mit dem Thema auseinandersetzen möchte, ist herzlich eingeladen, dieses Angebot zu nutzen.

Wer Fragen zu den Qualifizierungen hat oder sich über weitere Angebote informieren möchte, erhält Unterstützung bei der Geschäftsstelle der Kreisvolkshochschule; kvhs@kreis-ak.de oder gerne auch telefonisch 02681 812211.

Bildunterschrift: Armut ist im Alltag nicht immer sichtbar. Die Veranstaltung soll daher den Schwächsten in der Gesellschaft ein Fenster bieten. (Bild: KVHS, KI-generiert)


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