| Kursnummer | 6034 |
| Kursleitung |
Hans-Joachim Rohnke
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| erster Termin | Montag, 30.08.2027 09:00–16:00 Uhr |
| letzter Termin | Mittwoch, 20.09.2028 09:00–16:00 Uhr |
| Gebühr | 1.550,00 EUR |
| Ort |
Schulungsraum
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5-moduliges Seminar: Offene Arbeit – Haltung, Räume, Bildung und Beteiligung
Kinder sind aktive Gestalter ihrer eigenen Bildungs- und Entwicklungsprozesse.
Offene Arbeit schafft dafür Räume, Möglichkeiten und Beziehungen, in denen Kinder ihre Interessen entdecken, Entscheidungen treffen, Verantwortung übernehmen und sich als selbstwirksam erleben können.
Das 5-modulige Seminar lädt pädagogische Fachkräfte dazu ein, sich intensiv mit den Grundlagen und der Haltung der Offenen Arbeit auseinanderzusetzen, aktuelle Erkenntnisse aus der Kindheits-, Hirn- und Lernforschung kennenzulernen und diese mit der eigenen pädagogischen Praxis zu verbinden.
Dabei steht nicht die Einführung eines „fertigen Konzeptes“ im Mittelpunkt. Vielmehr geht es darum, die eigene Haltung und Praxis zu reflektieren und gemeinsam zu überlegen, wie Offene Arbeit unter den jeweiligen Bedingungen einer Einrichtung gelingen kann.
Modul 1 – Von der Idee zur Haltung: Grundlagen der Offenen Arbeit
Im ersten Modul geht es um die Geschichte und Entwicklung der Offenen Arbeit sowie um die pädagogischen Grundannahmen, die diesem Konzept zugrunde liegen.
Inhalte:
• Geschichte und Entwicklung des pädagogischen Konzepts der Offenen Arbeit
• Grundprinzipien und Ziele Offener Arbeit
• Das Bild vom Kind
• Bildungsverständnis und pädagogische Haltung
• Die Rolle der pädagogischen Fachkraft
• Erkenntnisse der aktuellen Kindheitsforschung
• Erkenntnisse aus Hirn- und Lernforschung
• Reflexion der eigenen pädagogischen Haltung
Leitfrage:
Welches Bild vom Kind leitet unser pädagogisches Handeln – und was bedeutet das für unsere tägliche Arbeit?
Modul 2 – Wie Kinder lernen: Selbstwirksamkeit, Selbststeuerung und Lernprozesse
Das zweite Modul richtet den Blick auf die Frage, wie Kinder lernen und welche Bedingungen selbstbestimmte Bildungsprozesse unterstützen.
Inhalte:
• Erkenntnisse der aktuellen Lernforschung
• Verschiedene Lernmodelle
• Lernmethodische Kompetenzen
• Selbstständiges und selbsttätiges Lernen
• Selbstwirksamkeit und Selbststeuerung
• Motivation und Eigenverantwortung
• Die Bedeutung von Beziehungen und Sicherheit
• Die Rolle der pädagogischen Fachkraft zwischen Begleitung, Unterstützung und Herausforderung
Dabei wird insbesondere das Verhältnis von Freispiel, pädagogischen Angeboten, Zumutungen und Projektarbeit betrachtet.
Leitfrage:
Wie können wir Kinder in ihrem selbstbestimmten Lernen begleiten, ohne ihnen Lernwege vorzugeben?
Modul 3 – Räume öffnen, Beteiligung ermöglichen
Offene Arbeit braucht Räume, die Kindern Orientierung geben und gleichzeitig vielfältige Möglichkeiten für eigene Entscheidungen und Erfahrungen eröffnen.
Inhalte:
• Partizipation und Beteiligung von Kindern
• Selbstwirksamkeit im pädagogischen Alltag
• Selbstbestimmung und Verantwortungsübernahme
• Gestaltung von Funktionsräumen
• Gestaltung des Außengeländes
• Einrichtungsgestaltung als pädagogischer Prozess
• Räume als Bildungs- und Erfahrungsräume
• Freie Wahl von Spiel- und Lernorten
• Die Einbeziehung von Kindern unter drei Jahren in die Offene Arbeit
• Chancen und Herausforderungen der Offenen Arbeit mit jüngeren Kindern
Praxiserkundungen:
Die Teilnehmenden untersuchen unterschiedliche pädagogische Räume und reflektieren deren Wirkung auf das Spiel-, Lern- und Entscheidungsverhalten der Kinder.
Leitfrage:
Wie müssen Räume gestaltet sein, damit Kinder möglichst viele eigene Bildungswege gehen können?
Modul 4 – Wahrnehmen, reflektieren und gemeinsam gestalten
Damit Offene Arbeit gelingen kann, braucht es eine professionelle Beobachtungs- und Reflexionskultur sowie eine gemeinsame Haltung im Team.
Inhalte:
• Beobachtung als Grundlage pädagogischen Handelns
• Unterschiedliche Beobachtungsverfahren
• Dokumentation von Bildungs- und Entwicklungsprozessen
• Reflexionsverfahren
• Beobachten statt bewerten
• Vom Beobachten zur pädagogischen Planung
• Die Arbeit im Team
• Entwicklung einer gemeinsamen pädagogischen Haltung
• Umgang mit unterschiedlichen Sichtweisen und Herausforderungen
• Zusammenarbeit mit Eltern und Familien
• Zusammenarbeit mit Schule und weiteren Kooperationspartnern
Praxiserkundungen:
Die Teilnehmenden lernen unterschiedliche Formen der Beobachtung, Dokumentation und Reflexion kennen und übertragen diese auf ihre eigene Praxis.
Leitfrage:
Wie können wir wahrnehmen, was Kinder brauchen, und daraus gemeinsam professionelles Handeln entwickeln?
Modul 5 – Offene Arbeit in der Praxis: Praxisprojekt und Abschluss
Im fünften Modul werden die bisherigen Inhalte zusammengeführt. Die Teilnehmenden stellen ihre eigenen Erfahrungen vor und reflektieren die Umsetzung in der Praxis.
Inhalte:
• Planung und Umsetzung eines eigenen Praxisprojektes
• Erprobung eines ausgewählten Elements der Offenen Arbeit
• Dokumentation des Praxisprojektes
• Präsentation der Projekte
• Gemeinsame Reflexion von Erfahrungen und Herausforderungen
• Austausch über Gelingensbedingungen
• Transfer in den pädagogischen Alltag
• Entwicklung konkreter nächster Schritte für die eigene Einrichtung
• Persönliche und fachliche Abschlussreflexion
Leitfrage:
Was möchte ich in meiner eigenen pädagogischen Praxis verändern, weiterentwickeln oder neu ausprobieren?
Theorie und Praxis miteinander verbinden
Das Seminar lebt von der Verbindung aus fachlichem Input, persönlicher Reflexion, Austausch und praktischer Erprobung.
Neben theoretischen Grundlagen und aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen spielen Praxiserkundungen, Fallbeispiele, kollegiale Beratung, Reflexionsphasen und praktische Übungen eine zentrale Rolle.
Zwischen den Modulen haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, ausgewählte Inhalte in ihrer eigenen Einrichtung zu erproben und ihre Erfahrungen in das nächste Modul einzubringen.
Ein eigenes Praxisprojekt begleitet die Teilnehmenden durch den Seminarverlauf und bildet den Abschluss der Weiterbildung.
Ziel des Seminars
Die Teilnehmenden entwickeln ein vertieftes Verständnis für die Haltung und Prinzipien der Offenen Arbeit. Sie setzen sich kritisch mit dem eigenen Bild vom Kind auseinander, erweitern ihr Wissen über kindliche Bildungs- und Lernprozesse und entwickeln konkrete Ideen für die Gestaltung von Räumen, Beziehungen und pädagogischen Prozessen.
Ziel ist es, die Offene Arbeit nicht als starres Konzept zu verstehen, sondern als pädagogische Haltung und kontinuierlichen Entwicklungsprozess, der sich an den Bedürfnissen, Interessen und Kompetenzen der Kinder orientiert.
Am Ende des Seminars steht die Frage:
„Wie können wir eine pädagogische Umgebung schaffen, in der Kinder sich zugehörig, kompetent und selbstwirksam erleben und ihre eigenen Bildungswege gestalten können?“
Begrifflich ist eine Umsetzung "teiloffener" Arbeit herausfordernd. Die Umsetzung einzelner Elemente der offenen Arbeit im Kontext unterschiedlicher Gesamtkonzepte kann aber durch die erlernten Module erfolgen. Wir empfehlen hier eine Rücksprache mit den Fachdozierenden und vorhandenen Netzwerkgruppen um zu einem schlüssigen Konzept in der eigenen Kita zu gelangen.
| # | Datum | Uhrzeit |
|---|---|---|
| 1. | Mo., 30.08.2027 | 09:00–16:00 Uhr |
| 2. | Di., 31.08.2027 | 09:00–16:00 Uhr |
| 3. | Mi., 01.09.2027 | 09:00–16:00 Uhr |
| 4. | Do., 02.09.2027 | 09:00–16:00 Uhr |
| 5. | Fr., 03.09.2027 | 09:00–16:00 Uhr |
| 6. | Mo., 22.11.2027 | 09:00–16:00 Uhr |
| 7. | Di., 23.11.2027 | 09:00–16:00 Uhr |
| 8. | Mi., 24.11.2027 | 09:00–16:00 Uhr |
| 9. | Do., 25.11.2027 | 09:00–16:00 Uhr |
| 10. | Fr., 26.11.2027 | 09:00–16:00 Uhr |
| 11. | Mo., 13.03.2028 | 09:00–16:00 Uhr |
| 12. | Di., 14.03.2028 | 09:00–16:00 Uhr |
| 13. | Mi., 15.03.2028 | 09:00–16:00 Uhr |
| 14. | Do., 16.03.2028 | 09:00–16:00 Uhr |
| 15. | Fr., 17.03.2028 | 09:00–16:00 Uhr |
| 16. | Mo., 19.06.2028 | 09:00–16:00 Uhr |
| 17. | Di., 20.06.2028 | 09:00–16:00 Uhr |
| 18. | Mi., 21.06.2028 | 09:00–16:00 Uhr |
| 19. | Mo., 18.09.2028 | 09:00–16:00 Uhr |
| 20. | Di., 19.09.2028 | 09:00–16:00 Uhr |
| 21. | Mi., 20.09.2028 | 09:00–16:00 Uhr |