Kriegsereignisse am ehemaligen Truppenübungsplatz Stegskopf Erinnern und Lernen - Exkursion

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Samstag, 01. Juni 2019 14:30–17:00 Uhr

Kursnummer 120
Dozent Ralf Anton Schäfer
Datum Samstag, 01.06.2019 14:30–17:00 Uhr
Gebühr 5,00 EUR

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Exkursion
Kriegsereignisse am ehemaligen Truppenübungsplatz Stegskopf
Heute ist nur wenig über die Geschichte des ehemaligen Truppenübungsplatzes Stegskopf während des Zweiten Weltkrieges bekannt. Dafür ist die jüngere Geschichte des besonders präsent in der Erinnerung. Die Franzosenzeit nach dem Zweiten Weltkrieg und die Nutzung seitens der Bundeswehr bis zur Aufgabe des Übungsgeländes dürften im Vordergrund der Erinnerungen stehen.
Allerdings reicht die Nutzung des Truppenübungsplatzes bereits viel weiter zurück. Schon zu Kaiserzeiten unterlag das Gelände einer (teil-)militärischen Nutzung, bei der Militär- und Polizeimanöver durchgeführt wurden. Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges erinnerte sich die Wehrmachtsführung an das Gelände und ließ Infanteriedivisionen in dem Bereich Manöver durchführen, wobei selbst mit Artilleriefeuer Zielschießen durchgeführt wurde. Ab August 1943 wurde der Standort zum festen Bestandteil für Offiziersbewerber, die sich aus freiwilligen Luftwaffenhelfern rekrutierten. Diese jungen Burschen wurden besonders in der taktischen Geländeausnutzung und der Feuerkampfführung bodenständiger Infanterieeinheiten geschult; hierzu wurden zum Teil auch zu den bereits bestehenden, auch noch neue Schießbahnen angelegt. Etwa zur gleichen Zeit hatte Reichsjugendführer Artur Axman das Ausbildungszentrum „Prinz Eugen“ für Sonderlehrgänge in der Hochfrequenzfunktechnik für die Hitlerjungend eröffnet. Zudem nutzte die in Siegen stationierte Wehrmachtseinheit das Gelände seit Anfang der 1940 Jahre verstärkt zu regulären Ausbildungszwecken.
Nachdem im Herbst 1944 die Aufstellung des Deutschen Volkssturm befohlen wurde, erfolgte ab Anfang 1945 eine zusätzlicheNutzung durch den Volkssturm. Es wurde Geländeausbildung, MG-Schießen und besonders der Einsatz und die Nutzung von Minen und Panzerfäusten ausgebildet. Hierbei sollten Panzerjagdkommandos ausgebildet werden, die den gravierenden Fehlbestand an schweren Geräten ausgleichen sollte.
Ende März 1945 wurden Teile des südöstlichen Geländes dann auch noch zum direkten Kampfgebiet. Nachdem die Verbände der amerikanischen 1. US Armee aus dem Brückenkopf von Remagen ausgebrochen waren und über Bad Marienberg in Richtung Haiger vorstießen, schlug ihnen deutsches Feuer entgegen.
Diese Exkursion wird entlang der freigegebenen Wegstrecke an einige der Örtlichkeiten der dieser letzten Kriegsereignisse führen.
? Treffpunkt: Am Friedhof, 56472 Nisterberg

Ralf Anton Schäfer Hauptdozent


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