Tagesfahrt nach Remagen Erinnern und Lernen - Exkursion

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Samstag, 02. März 2019 09:30–16:00 Uhr

Kursnummer 112
Dozent Ralf Anton Schäfer
Datum Samstag, 02.03.2019 09:30–16:00 Uhr
Gebühr 33,00 EUR

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Tagesfahrt nach Remagen mit dem Reisebus
Nachdem die von der Wehrmacht vorbereitete Sprengung der Ludendorff-Brücke am 7. März 1945 fehlgeschlagen war, eroberte eine Vorhut der 9. US Panzerdivision (PD) in Remagen die unzerstörte Brücke. Bis in die Abendstunden konnte so dauerhaft amerikanische Verstärkungen über die Brücke gebracht werden um einen ersten Brückenkopf auf dem Ostufer des Rheins zu bilden. Das Tor über den Rhein war geöffnet und die Ludendorff-Brücke war zur Schicksalsbrücke der deutschen Wehrmacht geworden.
Auf deutscher Seite war man erst zwischen dem 10. und 13. März dazu in der Lage, konzentrierte Gegenmaßnahmen einzuleiten.Obwohl die Angriffe des 53. deutschen Armeekorps besonders im Tagesverlauf des 13. März 1945 zu mehreren Erfolgen führten, war die deutsche Führung nicht dazu in der Lage, den Brückenkopf zu zerschlagen. Dafür mussten die Amerikanern erkennen, dass trotz des enormen Kräfteungleichgewichts die Wehrmacht noch immer kampffähig zuschlagen konnte, denn Angesichts der verheerenden
Lage für die deutschen Verbände gingen sie zu einer hinhaltenden Verteidigung über, wodurch die Amerikaner sich jede strategisch wichtige Höhe und jeden Straßenzug regelrecht erkämpfen mussten.
Zwischen dem 11. und 14. März tagte in Rimbach das „Fliegende Standgericht West“ wo die vermeintlich Schuldigen am Verlust der Brücke zum Tode verurteilt und hingerichtet wurden. Drei Tage später stürzte die doch wenigstens stark beschädigte LudendorffBrücke schließlich ein, wobei 32 amerikanische Pioniere ihre Leben verloren und weitere 63 Mann verletzt wurden. Auswirkungen auf den Kriegsverlauf hatte dieser Unglücksfall keine mehr, denn bis dahin hatten knapp 25.000 amerikanische Soldaten und starke Panzerkräfte die Brücke passiert und Pionierbrücken waren über den Fluss gespannt worden, über die unaufhörlich Verstärkungen an
die Front rollen. Am 25. März 1945 gelang es der 1. US Armee aus dem Brückenkopf von Remagen auszubrechen, doch trafen die amerikanischen Panzerspitzen auch im weiteren Verlauf auf dermaßen heftigen Widerstand, der, so wie bei Weyerbusch-Hasselbach, dazu führte, dass die Angriffe unter zum Teil recht hohen Verlusten zum Stillstand kamen.
Während dieser Tagesfahrt werden wir vormittags die Kriegsgräberstätte Ittenbach bei Königswinter besuchen. Hier haben 1.871 Gefallene des II. Weltkrieges ihre letzte Ruhestätte gefunden, darunter befinden sich viele der Toten, die ihr Leben während der Gefechte um die Sieg verloren haben.
Den meisten unbekannt ist, dass die Kriegsgräberstätte auch für amerikanischen Soldaten eine Trauerstätte gewesen ist, da sie zahlreiche ihrer Gefallenen aus den Kampfhandlungen um den Brückenkopf von Remagen, der Sieglinie, dem Ruhrkessel und aus dem Harz dort ebenfalls zur Ruhe betteten. Später wurden jedoch diese Gräber durch den amerikanischen Gräberdienst nach Margraten in den Niederlanden umgebettet. Im Anschluss an den Besuch der Kriegsgräberstätte werden wir die Weiterfahrt nach Remagen antreten, wo wir entweder gemeinsam oder jeder für sich das Mittagsessen zu sich nehmen können. Hiernach besichtigen wir das Friedensmuseum in den erhaltenen Brückentürmen der Ludendorff-Brücke. Sollten sich genügend Teilnehmer einfinden, wird
eine Führung durch die Museumsräume stattfinden.
Am Nachmittag werden wir die Rückfahrt nach Altenkirchen antreten und, sofern das Zeitfenster es ermöglicht, einen Zwischenstopp im Bereich des damaligen Feldflughafens Eudenbach machen. Dort war das amerikanische 413. Infanterieregiment am 23. März 1945 auf die Reste der 9. Panzerdivision gestoßen. Beides Einheiten, die am späteren Kampf auf Altenkirchener Boden ihren Anteil hatten.
? Treffpunkt: Parkplatz Weyerdamm, 57610 Altenkirchen
bzw. Bildung von Fahrgemeinschaften mit
Mitfahrgelegenheiten für acht Personen. Wer den eigenen Wagen stehen lassen möchte,
bitte bei der Anmeldung anmerken, damit Platz reserviert werden kann.

Genaue Zwischenstopps und weitere Anschlussmöglichkeiten um sich der Gruppe anzuschließen
werden zeitnah bekannt gegeben.

Ralf Anton Schäfer Hauptdozent


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